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regenwald-demonstration der brasilieiros und XR München



Die Selbstorganisation wird immer besser, auch wenn die breite Medien-Arbeit noch wachsen kann:
Am Sonntag 1.9. nachmittags machten einige von XR München, die internationale Bewegung gegen das Artensterben Extinction Rebellion und die Gruppe der Resistencia democracia Brasil eine Demo mit bester Musik zu den Regenwald-Bränden an der Uni München:




Internationale Bewegungen in allen Sprachen

Friday for Future schüttelt nicht nur die internationale Politik und die bayerische CSU durch, sondern hat auch Impakt auf Wissenschaft und Wissenschaftskommunikation.
Unten die Vorbereitung eines Panels für PCST 2020 Aberdeen über „Advocacy and Activism in Science Communication“ — mit einer unerwarteten Vielzahl von Meldungen wie auch Untersuchungen dazu aus allen Winkeln der Erde.
… um den den Spannungkreis zwischen Community Organizing und Civil Society, Science Debates und Science Marches, bis zur (mittlerweile) kolumbianischen FARC Partei und deren Wissenschaftsagenda abzuschreiten und die demokratische Legitimierung wie auch Methodik der angewandten Mittel von Interventionen in Forschung und Wissenschaft zu eruieren.
Expressions of interest included:
  • Case studies of possible ‘alternative’ science communication happening in Denmark, Columbia, Uganda, UK France, US, Portugal, Scotland, India and Australia.
  • Relevant literature from JCOM and PUS–and research drawing on political science, education, sociology, philosophy, rhetoric and STS
  • Practical insights from community organisers, coordinators of community-based participatory research projects, curators, science critics and those working closely with activists or working as activists
People were particularly interested in participating in a roundtable focussing on critiques and questions such as:
  • The impact, democratic legitimacy, academic framing and relevance of ‘alternative’ science communication for science and communication
  • The problems and opportunities associated with promotion and marketing of science by activists/advocates—and framing issues as socio-ecological problems
  • Whether ‘alternative’ science communication can be discussed without first interrogating assumptions related to what is labelled ‘alternative’
  • The important roles for scientists and science communicators as advocates and activists
Demnächst hoffentlich mehr auf Radio LORA München UKW 92,4 in der Gegensprechanlage Mi 21h oder in der Wissenschafts-Redaktion  







„… in diesen Tagen schaut alle Welt besorgt auf die brennenden Amazonas-Wälder. Auch im peruanischen Amazonas-Gebiet brennt es, wenn auch in geringerem Ausmass als in Brasilien. Bisher hat das die Mehrheit der Peruaner, die an der Küste leben, wenig interessiert. 

Denn den Konflikt zwischen Entwicklung einerseits und einer intakten Umwelt andererseits fechten die Menschen aus, die direkt im Regenwald leben. 

Manchmal verläuft die Grenze zwischen Opfer und Täter hauchdünn, wie ich in Saramiriza in Loreto erfahren durfte. 

Dort besuchte ich das Dorf Nuevo Progreso, in dem Erdöl aus einer kaputten Pipeline geflossen war, und in dem die Dorfbewohner beschuldigt wurden, diese Schäden mutwillig herbeigeführt zu haben. 

Wer oder was wirklich dahintersteckt, können Sie in diesem InfoPeru lesen: infostelle-peru.de/web/editorial-infoperu-no-63/

Wir liefern nur die Werkzeuge zur Zerstörung? Sie-Mens? Schwupp di Wupp: Thyssen-Krupp!

Offener Brief: Keine Equipment-Lieferung!

… „Wir wenden uns an Sie vor dem Hintergrund, dass uns die neuesten Entwicklungen in Brasilien äußerst beunruhigen. „Die Lunge der Welt“ in Amazonien brennt in nie gekanntem Ausmaß.
Die illegale Brandrodung ist größtenteils menschengemacht. Großgrundbesitzer, Bergbau-Konzerne und Rinderzüchter reißen die Territorien indigener Gruppen gewaltsam an sich.
Gleichzeitig wird massiv Regenwald gerodet. Um 278% stieg die Fläche des gerodeten Waldes im Juli 2019 im Vergleich zum Vorjahr. Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro trägt eine große Mitverantwortung für diese Zerstörung von Umwelt und Weltklima.

Bolsonaro kündigt an, die indigenen Territorien des Landes für industrielle Landwirtschaft und Bergbau freizugeben
Bolsonaro hat angekündigt, dass Land der Indigenen dem Agrobusiness und Bergbau zur Verfügung zu stellen. Er verkauft das als Wohltat, die den Indigenen zu gute komme.

Doch in Wahrheit reißen bewaffnete Banden das Land gewaltsam an sich. Die indigenen Gemeinschaften leben in ständiger Angst vor dem nächsten brutalen Angriff auf ihr Land.

„Dieses Gerede über indigene Völker ist rückwärtsgewandt und behandelt uns respektlos, unsere Geschichte, unsere Abstammung!“, protestierten 200 indigene Frauen vom Unteren Tapajós-Fluss in Amazonien in einer gemeinsamen Erklärung bereits im Januar 2019.

Ihr Urteil fällt harsch aus: „Der Präsident vergleicht uns mit Tieren im Zoo, die in einem Käfig gefangen sind. Er macht absurde Aussagen über unsere Lebensweise und über unsere Wünsche als Bürgerinnen.“

Auch die Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen für die Rechte indigener Völker, Victoria Tauli-Corpuz, forderte die Regierung Bolsonaro explizit auf, die von Brasilien unterzeichneten internationalen Abkommen einzuhalten, die den Schutz indigener Völker und ihrer Territorien gewährleisten. 

Angesichts der massiven Bedrohung der Integrität der indigenen Territorien durch die gezielte Öffnung für den Bergbausektor und das Agrobusiness fordern wir Sie als international tätiges Unternehmen auf:
  • Erklären Sie öffentlich, dass Ihr Unternehmen keine Zulieferungen von Maschinen oder Dienstleistungen für den in Brasilien drohenden Bergbau in indigenen Territorien zur Verfügung stellen wird!
  • Stellen Sie sicher, keine Produkte zu importieren, die aus Landraub in indigenen Territorien stammen!
  • Bekennen Sie sich zu Menschenrechten und insbesondere zu den Rechten der Indigenen in Amazonien!
Die indigenen Gemeinden in Brasilien gehören zu den besten Verwaltern und Bewahrern großer Wälder und biologischer Vielfalt. Wenn ihre Rechte mit Füßen getreten werden, geht es allzu oft darum, weitere Inwertsetzungsspiralen durch klimaschädliche Abholzung in Gang zu setzen. 

Der Schutz indigener Landrechtsverteidiger ist daher nicht nur eine menschenrechtliche Notwendigkeit, sondern auch dringend erforderlich, um die Klimakrise zu mildern.

Hochachtungsvoll 

Christian Russau,
Vorstand Dachverband Kritische Aktionäre

Michael Reckordt,
Koordinator AK Rohstoffe

Ernst-Christoph Stolper,
stellvertretender Vorsitzender BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz)“

Weitere unterstützende Organisationen: Die Briefe finden Sie hier:
http://ak-rohstoffe.de/wp-content/uploads/2019/08/2019-08-29-Kein-Equipment-Bergbau-Brasilien_Siemens.pdf
http://ak-rohstoffe.de/wp-content/uploads/2019/08/2019-08-29-Kein-Equipment-Bergbau-Brasilien_ThyssenKrupp.pdf





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